„Zeig Dich“ – No.1

Die Keuper Connection 


3 Charaktere – mehr als nur der Keuper
Was bringt 3 unterschiedliche Winzer wie Charaktere zusammen an einen Tisch? Gemeinsamkeiten wie Unterschiede, denn sie regen zu Zusammen-halt, Austausch und Wachstum an.

Bei Thomas Fröhlich war nach seiner Banklehre und BWL-Studium die Liebe zum Wein aus dem Elternhaus stärker: Ohne „wenn und aber“ investiert er unermüdlich Dank Entwicklungsdrang und klarem Kommittent in die außergewöhnliche Qualität seiner Weine. Ausgleich findet er als DJ an den Platten-spielern: Seit 25 Jahren bei House und Techno – Vinyl only.

Markus Hillabrand lebt gern getreu dem Motto „ganz oder gar nicht“: Sein Fokus im Leben liegt neben Familie und Qualität im Weinanbau im Sport mit seinem Verein FC Nürnberg und Heavy Metall, wo er auch gern mal auf einem Konzert zu rockigen Tönen mitschwinkt.  Mit viel Liebe zu Land und Leuten hat er das Weingut in Hütten-heim in den letzten Jahren ausgebaut.

Der Dritte im Bunde ist Maximilian Martin, der besonnene Franke aus Zeil am Main, liebt die Ruhe in den Weinbergen und setzt klar auf Nachhaltig-keit im Weinbau. Er sucht und schätzt den Austausch in Experimenten im Weinausbau unter Gleichgesinnten und zeigt sich dabei offen für neue Wege.

Drei unterschiedliche Typen aus dem schönen Franken haben sich aufgrund Ihrer Gemeinsamkeiten und geteilten Werte zusammengefunden und zeigen dies als „Keuper Connection“ gegenüber dem Verbraucher. Sie stehen mit Ihren Betrieben für Ihren Wein, regionale Böden, Heimat und Experimentierfreude.

Kennengelernt hat sich das Trio beim Sensorischen Seminar bzw. dem Bayerischen Genussfestival in München – denn Sie teilen noch viel mehr: Ihre Passion geben Sie über Ihre Weine am Weingut und auf Festen weiter – gern auch auf Bestellung kreuz und quer durch die Republik. Inzwischen nehmen die drei Winzer untereinander auch kein Blatt mehr vor den Mund: Gemeinsame Weinprojekte, Diskussion über neue An- und Ausbau-weisen und gegenseitige konstruktive Kritik  – das ist gelebter Alltag. Das kann doch nur fruchten! Gebündelte Kraft, Energie und klare Kanten – auch in Ihren Weinen.

Die Keuper – Projekte
So war schnell auch 2015 die gemeinsame Idee geboren, zusammen Weine vom Keuper neu zu definieren und weitere Möglichkeiten des Ausbaus auszuloten.
Im größten Bergwerk Bayerns 2017 begann die Keuper Connection in 500l Tonneaus aus fränkischer Eiche Ihre individuellen Weine aus Silvaner Reben im Stollen unter den Weinbergen Hüttenheims auszubauen. Dieses Projekt begleitete der LWG in Veitshöchheim wissenschaftlich und einem eigenen Fass im Stollen. Die Besonderheit dabei ist das konstante Raumklima bei 14 Grad und 80% Luftfeuchtigkeit sowie die Umgebung unter Tage, die auf die Fässer und damit den Wein der Drei einwirkt: Wein nicht nur vom Keuper, sondern sprichwörtlich aus dem Keuper.
Hier lagerten alle drei Winzer Fässer mit Ihrer Interpretation des Silvaners 2017 ein – später auf den Flaschen farblich unterschieden:
Markus brachte die „Gelbe Variante“, die die Frucht wunderbar herauskehrt, Max die „blaue Version“, welche mit Mineralik brilliert, und Thomas die „grüne Variante“ des Silvaners, wo Würze und kräuterige Aromen den Gaumen umschmeicheln, mit in den Stollen ein. Der erste Jahrgang blieb 293 Tage im Stollen bevor er in die Flasche gefüllt wurde. Nach diesem Zeitrahmen gewannen die Silvaner deutlich an Fülle und Stoffigkeit. Mit dem nachfolgenden 2018er Jahrgang werden nun mehr als 1000 Tage angepeilt. Die positive Wirkung des Stollenklimas wird nochmal herausgefordert. Wie dürfen gespannt sein.

Damit waren die drei von der Keuper Connection noch nicht am Ende Ihrer Experimentierfreude: 2018 füllten Sie Ihre besten Silvaner-Trauben in eine georgische Tonamphore. Trauben, Kerne und Rappen wurden in der vergrabenen Quervi spontan vergoren und durften im Anschluss dort
10 Monate reifen. Auch dieses Projekt lief Hand in Hand mit der LWG Veitshöchheim. Ganz archaisch, unfiltriert und ungeschwefelt wurde nun vor kurzem dieser besondere Wein auf die Flaschen – Achtung limitierte Auflage – gezogen und kann ab Ende November über die drei Weingüter bezogen werden. Holen Sie sich unbedingt eine Kostprobe – Ihr Geschmackserlebnis.

Der Lohn
Der 2018er Stollenwein wurde bereits durch den Eichelmann mit 88 Punkten und die Vinum mit 90 Punkten als „Musterbeispiel für Struktur statt Frucht“ gepriesen.
In diesem Jahr können Sie sich auf einen weiteren fränkischen Silvaner der besonderen Art freuen: das Ergebnis des Ausbaus des Silvaner Cuvées der drei Weingüter in der Quevri (Amphore) kommt Ende November heraus. Die Vinum mit 91 Punkten „einer der besten Orange Weine in Deutschland“ und der Eichelmann mit 90 Punkten haben bereits Ihr Votum abgegeben und waren voll des Lobes: „kraftvoll im Mund, enorm stoffig und intensiv bei ganz dezenter Bitternote im Abgang“.  

Resümee
Die Keuper Connection freut sich über die geglückten Projekte und hat bewiesen, dass Gradlinigkeit, Bodenständigkeit und Experimentierfreude sich nicht ausschließen. Zudem gemeinsame Positionierung in der Ausbauweise und Boden dennoch ein Türchen für bereichernde Individualität offenlassen: in den Aromen.

Profile des Keuper Connection Trios

Thomas Fröhlich
Iphofen/Franken
Wichtigste Reben:
Silvaner & Müller-Thurgau
Lagen: Julius-Echter-Berg, Kalb & Kronsberg sowie Rödelseer Küchenmeister
Boden: Gipskeuper
Rebfläche: 5,7 Hektar
Produktion: 35.000 Flaschen

Markus Hillabrand
Hüttenheim/Franken
Wichtigste Reben: Scheurebe & Silvaner
Lagen: Hüttenheimer Tannenberg, ein Teil in Steillagen, Bullenheimer Paradies & Reuscher Hohenlandsberg
Boden: Gipskeuper
Rebfläche: 9,2 Hektar
Produktion: 45.000 Flaschen

Maximilian Martin
Zeil am Main/Franken
Wichtigste Reben:
Silvaner & Blauer Silvaner
Lagen: Ziegelanger Ölschnabel, Steinbacher Nonnenberg und Krümler Himmelreich
Boden: Roter Keuper
Rebfläche: 7,4 Hektar
Produktion: 50.000 Flaschen


Bilder: Keuper Connection – Franken